Phan Cam Thuong


Über seine Kunst

Thuong ist eigentlich Kunstgeschichtler. In der Altstadt von Hanoi treffen sich bei dem alten Gelehrten oft die jungen Künstler, um die neuesten Bilder begutachten zu lassen.

Seit 1995 sind auch die eigenen Werke Thuongs "entdeckt", wozu asiArt nicht unerheblich beigetragen hat. Erstmals wurden die bemerkenswerten Stücke von Thuong durch asiArt überhaupt außerhalb Vietnams gezeigt.

Die Bilder von Thuong schildern auf sehr menschliche Weise den Alltag: Gesichter, Menschen und Figuren erscheinen in klasischen Posen und Situationen.

Aber Thuong hat den Bildern etwas Einziartiges verliehen: trotz des trationllen Materials und dem bewußt verarbeiteten Sujetkanons der klassischen Vorbilder ist eine vollkommen neue Kunstwelt entstanden.

Thuong bildet immer wieder Gruppen von menschen ab, oft beim Musizieren, Speilen oder Lesen. Immer wieder kehren die Trauerzüge mit ihrer ambivalenten Mischung von Trauer und Feier auf seine Bilder zurück.

Wie kaum ein Künstler vor ihm beherrscht Thuong die Darstellung der harmonischen Gruppe. Beim zweiten Hinsehen wird deutlich, daß keine Person alleine bestehen könnte. Alle Menschen existieren - geradezu programmatisch - nur in ihrem Umfeld.

Das beste Beispiel für diesen Zusammenhalt der Gruppe ist sein frühes Bild "Familie".

Neuerdings hat Thuong auch die Keramik in sein Repertoire einbezogen und grandiose Teller mit geradezu überschwenglicher Gestaltungsfreude überzogen.

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