Buu Chi
Biografie
1948 born in Hué
1971 Law Graduate, University of Hué
1972-75 Prisoner of the Republic of South Vietnam because of his participation in anti-war campaigns
1985 invited to France and the USSR
1988 in Paris
President of the Society of Fine Arts of
Thua-Thien and Hué and member of the board the Vietnamese Society of Fine Arts
Exhibitions
Numerous exhibitions in Vietnam, esp. Hué
One-man shows in Paris, Amsterdam and participation in group shows in
Hungary, Germany and Poland
1994 start of the cooperation with asiArt
Several exhibtions in Hongkong
Early works in the Boston University Library
About his art
Buu Chi verfolgt einen sehr individuell verstandenen
Buddhismus. Er wurde in den frühen 70er Jahren als Anführer der Jugendbewegung in
Vietnam bekannt. Er trat als Sänger für Kinder und Arme sowie als Verfasser von Texten,
Liedern und Manifesten hervor. Dieses war die Zeit des nach außen gekehrten Engagements
für die Gemeinschaft, in diesem Falle die Gedanken der nordvietnamesisvhen Volksrepublik.
Im Laufe seines Engagements treten schließlich immer
stärker individuelle Züge seines Denkens hervor, die ihn zunehmend in Konflikt mit der
offiziellen Ideologie bringen. Das Regime belegt in daraufhin mit der für ihn schlimmsten
Strafe: dem über in und sein autodidaktisch begonnenes Zeichnen.
Inspirirert" von seiner Zeit als Gefangener, hat
Buu Chi sich schließlich seine geradezu hermetische Kunst-Welt geschaffen, in der er
heute lebt und aus der heraus er seine Bilder entwirft.
Buu Chi beklagt schon seit Jahren, daß die Regierung einen
intellektuellen Reichtum für gefährlich hielte. Das Resultat seien Menschen,die als
Nature Morthe Vivante", lebende Stilleben, durch das Leben gingen.
Der Mensch - und vor allem der Künstler - müsse sich von
der eigenen Gewohnheiten und Routinen verabschieden. Auch der Künstler, der sich in sein
Inneres zurückzieht, lebt franc", lebt und arbeitet eigentlich für die
anderen. Die Kunst dürfe und könne kein Werkzeug der Politik mehr sein, sie sei vielmehr
die Vollendung eines Lebens: Lart, cest une manière de vie. Insofern ist Buu
Chi mehr Existenzialist als Buddhist.
Manchmal wird Buu Chi als der Samuel Beckett Vietnams bezeichnet.
Seine Bilder strahlen das künstlerische Empfinden eines
gänzlich hermetischen Daseins aus. Enigmatische Elemente machen die Form- und
Symbolsprache nur erahnbar. Immer wieder jedoch thematisiert Buu Chi das Geworfensein in
Raum und, die Begrenzungen und Freiheiten, die beide dem Individuum auferlegen.
Als ganzes Werk legen Buu Chis Bilder Zeugnis ab von
einer gereiften und zur Vollendung gelangten persönlichen künstlerischen Sprache.
Anstatt in ein übergeordnetes System zu passen, müsse das Schaffen aus der inneren
Notwendigkeit heraus geboren sein.
See the works of Buu Chi